Einleitung
Rückblickend verbindet mich vieles mit dem Thema dieser Masterthesis. Es ist das erste Mal, dass sich die diversen Wissens- und Anwendungsfelder, in denen ich mich über die Jahre bewegt habe, zu einem Strang bündeln. 1988 machte ich meine ersten Gehversuche mit einem DOS-basierten PC von Olivetti. Acht Jahre oder viele PC-Generationen, Bits und Bytes später besuchte ich zum ersten Mal ein Internetcafé. Auf einen Schlag eröffnete sich mir ein neues Universum. Die Faszination für diese bahnbrechende Technologie hat mich seither nicht mehr losgelassen. Anfangs 2007 gehörte ich zu den ersten SchweizerInnen auf Facebook. Ich erlebte mit, wie aus einer kleinen Community ein weltumspannendes soziales Netzwerk, eine gewaltige Kommunikationsplattform und Geldmaschine wurde. Mit meinem Bachelor of Arts in New Media Art und dem Masterstudium in der Vertiefung Kunstvermittlung Ausstellen und Vermitteln an der ZHdK verbinde ich mein erworbenes Wissen um Kunst, Ausstellungen und Museen mit meinen Erfahrungen und meinem praktischen Wissen über das Phänomen Internet.
Auf Social Media Sites habe ich bereits viele mangelhafte oder gar schlechte Auftritte von Unternehmen gesehen. Institutionen aus dem Kultursektor machen hier keine Ausnahme. Gute Auftritte, welche ein grosses Netzwerk an Mitgliedern zu halten und unterhalten vermögen, sind rar. Meine Hypothese ist, dass die Möglichkeiten des sogenannten Web 2.0 auch von Museen unterschätzt werden. Darum wird das Potenzial vieler freier Kommunikationsmittel nicht ausgeschöpft. Folgende drei Fragestellungen haben sich ergeben, um diese Hypothese zu überprüfen: 1. Was ist der State of the Art des Diskurses und die Best Practise im Umgang mit Social Media für Museen? 2. Wie machen sich zwei vergleichbare Museen Social Media-Werkzeuge für ihre Kommunikation zunutze? 3. Inwiefern sind Social Media für Museen relevant, auf was ist zu achten und wie ist damit umzugehen? Um die Relevanz dieser Arbeit zu unterstreichen, führe ich fünf interessante Zahlen auf: 2009 gibt es 1,73 Milliarden InternetnutzerInnen, 126 Millionen Blogs, mit Twitter wurden 27,3 Millionen Nachrichten versandt und Facebook hat 350 Millionen Mitglieder,3 wobei Mitte 2010 bereits die 500 Millionenmarke überstiegen wurde.4
In dieser Arbeit wird in drei Schritten vorgegangen: 1. Es werden die Grundlagen, darunter die drei festgelegten Social Media Facebook, Twitter und Blog erörtert, um sich dem momentanen State of the Art und der Best Practise anzunähern. 2. Es wird untersucht, ob und wie diese drei Kommunikations-werkzeuge in den zwei ausgewählten Institutionen zur Anwendung kommen. 3. Es werden die gewonnenen Erkenntnisse aus den ersten beiden Schritten verbunden, um die drei Fragestellungen zu beantworten. Das Ziel dieser Arbeit ist, einen Beitrag zum nach wie vor dünn gesäten Diskurs um Social Media im Museumssektor zu leisten. Ebenfalls werden Entscheidungsgrundlagen erarbeitet ob und wie Museen mit Social Media umgehen sollen.
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Du findest die gesamte Arbeit als PDF zum anschauen und downloaden unter: http://issuu.com/pgArt/docs/museum2.0
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